N2B1/N2R1
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Vorstellung Test LG NAS N2B1
Das LG NAS N2B1 ist ein System mit zwei Festplatteneinschüben, diese jeweils Hotswap tauglich. Zusätzlich ist ein Bluray-Brenner als Backupmedium eingebaut. Über drei USB Anschlüsse können auch USB Sticks/Festplatte/Kartenleser angeschlossen werden. Für SD/MMC/XD-Karten schon ein Kartenleser eingebaut.
Das Gerät ist primär für den SOHO (Small Office Home Office) Mark gedacht.
Die Unterscheidung zwischen dem N2B1 und dem N2R1 besteht nur in dem eingebauten Brenner. Das N2B1 hat eine BluRay-Brenner.
Hardwarebeschreibung
SOC 88F6192
Als Grundlage für das N2B1/N2R1 wurde Marvell NAS Marvell Development Board mit dem SoC 88F6192 benutzt. Auf dem SoC befindet sich :(Auszug)
CPU : ARM926EJ CPU (ARMv5) mit 800 Mhz 2 * SATA Ports 2 * USB 2 * Gigabit MACs SDIO, SPI sowie noch zwei UART-Schnittstellen
Als Speicher werden 96 Mbyte Flash (laut Kernelcommandline) und 128 MByte RAM.benutzt. Die Anteuerung für das LC-Display und Tasten sind auf einer anderen Platine.
SATA Ports
Über eine SATA Multiplizierer (Multiplier) 88SM4140 sind die beiden Festplatteneinschübe und der BluRay-Brenner an einem Port des SoC geführt.. Der zweite Port ist für den eSATA Anschluß vorgesehen.
Ansicht auf die Backplane von den Festplatten und Bluray-Brenner
USB-Ports / Serielle Schnittstelle
Einer von den USB 2.0 Ports ist über einen 4 fach HUB für den Kartenleser und die drei (externen) USB Anschlüsse zuständig.
Der zweite USB-Port sowie die beiden seriellen Schnittstellen sind intern zu freien Verfügung.
Software
Debian Lenny
Nachdem ein SSH-Server auf dem System installiert wurde, war eine weitere Erkundung des System möglich. Als Grundlage für die Firmware dient ein Debian Lenny. Über ein apt-get sind weitere Pakete aus dem Debian Repository zu installieren., z.B. den MusicPlayerDaemon (mpd) mit Icecast (ein Audio Streaming-Server) für die häusliche Musikbeschallung per „Webradio“.
Bedienung / Webinterface
Die Bedienung des gesamten Systems erfolgt über das Webinterface. Einstellungen der IP-, DNS- und Gateway-Adresse sind auch über das LC-Display mit den Tasten möglich, praktisch wenn man (versehentlich) die Adressen verstellt hat. Die Einstellung von Benutzern und deren Gruppenzugehörigkeit geht einfach von der Hand. Im Zusammenhang mit den USB-Port und dem Kartenleser ist auch ein automatisches Backup möglich. Dies Erfolg je nach dem Gerät, die Unterscheidung erfolgt über eine Seriennummer, unterschiedlich und ohne Aktionen über das Webinterface. Eine praktische Einrichtung z.B. für den Hobbyfotographen.
Unterhalb der Netzwerkfreigabe //NAS/service/backup, sowie auch per TP oder WebDAV sind diese Daten erreichbar.
Konfiguration der Fesplatten
Die Festplatten können einzeln (Single) , RAID-0/1 oder Linear (SPAN) verwendet werden. Es ist außerdem noch eine Kombination aus RAID-1 und dem Linearen Mode. In diesem Modus kann des Verhältnis von RAID-1 und SPAN eingestellt werden. Intern werden die ganzen Partitionen über den Soft-RAID Layer des Linux Kernels verwaltet, auch bei einzelnen (Single) Volumes. In dem Fall wird ein RAID-1 Array mit nur einer Partition erzeugt.
Das Partitionsschema entspricht dem „alten“ DOS/MBR Format. Eine Ünterstützung von Festplatten von größer als 1 TB ist im diesem Format nicht möglich. Die wurde durch einen Test mit zwei 2 TB Festplatten überprüft: In dem Fall war nur das Volume2 im Webinterface sichtbar,
Unterteilt werden die Festplatten in drei Partitonen RootFS als RAID-1 Größe 950MByte SWAP pro Platte 256 Mbyte Rest wird als Datenspeicher verwendet.
Datenzugriff /Übertragungsraten
Mögliche Protokolle
-SMB/CIFS (Windows Netzwerkfreigabe)
-FTP
-HTTP/HTTPS (WebDav)
-NFS
-AFS
Leider ist das FTP ohne Verschlüsselung. Aber der normale Anwender wird sowieso HTTP/HTTPS vorziehen, da deren Einrichtung über den Router einfacher ist. FTP braucht zweo Übertragungskanäle, was die meinsten Heimadministratoren nicht wissen.
Erreichbare Datenraten in der Testumbebung
FTP 50 Mbyte/s HTTPS: 8,5 MByte/s HTTP 30 Mbyte (wegen base64) SMB/CIFS 20-30 Mbyte/s
HTTP/HTTPS ist naturgemäß etwas langsamer als FTP, da deren Daten base64 encoded werden, Aus 30 MByte werden somit 40 Mbyte Datenmenge die Übertragen werden müssen.
Ausfalltoleranz / RAID / Benutzerfehler
Wenn das System im RAID-1 Modues betrieben wird, sind die Daten gegen ausfallt einer Festplatte geschützt. Dies wurde durch ein Entfernen eines Einschubes simuliert, ein Datenzugriff war ohne Probleme möglich. Nach Einbau einer "neuen" Platte muß logischerweise eine Zeit abgewartet werden bis das RAID-Array wird "in sync" war. Erst danach darf die andere Platte ausfallen.
Die ersetzt aber kein Backup, da ja nur der Ausfall der Festplatten abgefangen wird. Sind jetzt aber versehentlich Daten gelöscht worden, ist eine wiederherstellen schwer, und zum Teil gar nicht, möglich.
Energiesparmodi
Das N2B1/N2R1 unterstützt zwei Energiesparmodi.
- Standbymodus
Hier werden nach einiger Zeit die Festplatten in den Standby geschaltet. Es ist aber zu beachten das jeder Zugriff per SMB/CIFS/AFS usw. und sei es nur das Inhaltsverzeichnis darzustellen dazu führen können das die Festplatten "aufwachen"
- Hibernate
In diesem Fall werden fast alle Server Prozesse gestoppt. Ein Zugriff auf das WebInterface (WebIF) ist möglich, startet aber ggf. wieder die Festplatten. Nachteil : Wenn der Hibernatemodus verlassen wird, wird ein Neustart durchgeführt, obwohl es aussreichen würde alle Serverprozesse neu zu starten
Benutzung von anderen Festplatten als die gelieferten
Durch die Partitionierung nach dem DOS/MBR Schema, ist eine Benutzung von Festplatten die größer als 1 TBytte sind unmöglich.
Der Grund liegt einfach in der Sektoraddressierung. Mit 31 Bit (das erste wird wegen Vorzeichen nicht benutzt) sind nur 2^31 Sektoren möglich, bei 512 Byte ergibt dies eben 1 TByte.
Ein Test ob der Kernel/Applikationen auf dem N2B1/N2R1 die GUID Partitions Tabelle verstehen, ist noch in der Queue.








